Erste Aufzeichnungen für eine musikalische Tätigkeit in der Breitenau gibt es aus den Jahren 1728 und 1756. In dieser Zeit wurden zwei Chorgeigen und Notenmaterial erworben. 1803 kam Wenzel STIPEK in die Breitenau und gründete 1871 gemeinsam mit dem Lehrer Johann KRISTOFERITSCH die Ortsmusikkapelle Breitenau.

Der in Böhmen geborene Stipek leitete die kleine Musikergruppe, die schon damals bei kirchlichen Feierlichkeiten und bei Hochzeiten mitwirkte. Wenzel Stipek starb 1872 und Johann Kristoferitsch übernahm das Amt des musikalischen Leiters.

Um 1880 bestand die Kapelle aus Streichern, Holz- und Blechbläsern und wurde durch Kristoferitschs Wirken mit Schlagwerk (große und kleine Trommel sowie Cinellen) ergänzt.

1894 legte Johann Kristoferitsch aufgrund seines hohen Alters die Kapellmeisterstelle zurück. Es folgte ihm Ferdinand ZIRBISEGGER (vgl. Kropfeichter), der auch als Militärmusiker tätig war. Er vermittelte seinen drei Söhnen Ferdinand, Georg und Johann, sowie den auf seinem Hof angestellten Knechten und sonstigen Interessierten seine musikalischen Kenntnisse.

Infolge dessen stieg die Anzahl der aktiven Musiker und die Kapelle begann vermehrt bei verschiedensten Festlichkeiten aufzutreten, was wohl auch darauf zurückzuführen ist, dass Ferdinand Zirbisegger zu dieser Zeit Bürgermeister in der Breitenau war.

Eine einheitliche Uniform gab es zu dieser Zeit noch nicht. Dennoch trat die Musikkapelle als Feuerwehrmusik auf, da die meisten Musiker Feuerwehruniformen hatten.

Nach dem Tod von Ferdinand Zirbisegger im Jahr 1914 wurde Jakob HARRER, der bei den 1906 gegründeten Veitscher Magnesitwerken arbeitete, Kapellmeister.