Nach dem Tod von Ferdinand Zirbisegger im Jahr 1914 wurde Jakob HARRER, der bei den 1906 gegründeten Veitscher Magnesitwerken arbeitete, Kapellmeister.

Kurz nach diesem Wechsel brach der 1. Weltkrieg aus, der Kapellmeister und viele Musiker mussten zum Wehrdienst einrücken. Die Kapelle blieb trotzdem spielfähig und Franz WAGNER übernahm vorläufig deren Führung. Nach langer Kriegsgefangenschaft kehrte Jakob Harrer 1920 in die Heimat zurück und übernahm wieder die Kapellmeisterstelle.

Im Jahre 1925 wurde der Gendarm Johann MAIER, der auch Gründungsmitglied der 1920 ins Leben gerufenen 1. Gendarme-riemusik war, nach seiner dienstlichen Versetzung Kapellmeister in der Breitenau. Die Musikkapelle gab zu dieser Zeit bereits Konzerte in der näheren und ferneren Umgebung. Einen großen Einschnitt im musikalischen als auch sozialen Leben in der Breitenau gab es im Jahr 1926. Das Magnesitwerk wurde komplett stillgelegt. Viele dort beschäftigte Musiker mussten andere Verdienstmöglichkeiten finden und wanderten ab.

Durch die hohe Arbeitslosigkeit traten in der Kapelle Schwierigkeiten auf, woraufhin man 1926 beschloß, einen Verein zu gründen, um unterstützende Mitglieder aufnehmen zu können. Medizinalrat Dr. Karl GRAWATSCH wurde zum Obmann, David PAAR zu dessen Stellvertreter und Gendarmeriepostenkommandant Bezirksinspektor Rupert ROSSBACHER zum Schriftführer gewählt.

Die finanzielle Lage des Vereins entspannte sich und bereits 1931 gab der Musikverein Breitenau ein Konzert im österreichischen Rundfunk, was bis dahin noch keiner Landeskapelle gelungen war. Ab 1936 gab es auch eine Einheitskleidung für die Musiker. Alte Monturen wurden angekauft, geändert und mit Tellermützen ergänzt.

Der Ausbruch des 2. Weltkriegs verursachte durch die Einberufung vieler Musiker große Lücken in den Reihen des Vereins. Junge Musiker wurden ausgebildet und so gelang es dennoch spielfähig zu bleiben. Kurz nach dem Krieg, 1947, konnte der Verein gestärkt bei der Rundfunksendung „Rund um den Hochlantsch“ mitwirken.